The Brandos live in Aschaffenburg

Vergangenen Freitag war ich in Aschaffenburg beim Konzert von David Kincaid und seinen unvergleichlichen Brandos. Wie nicht anders zu erwarten war der Auftritt ein Ohrenschmaus. Man konnte nur den Anspielungen in den ungewohnt ausführlichen Ansagen entnehmen, daß es sich um den Tourauftakt handelte. Im Gegensatz zur letzten Tour vor 13 Monaten war der Sound nicht zu laut, was daran lag, daß die Band ohne Schlagzeuger aufspielte. Stattdessen verstärkte Christopher Layer an diversen Pfeifen und Dudelsäcken die Band. Neben vielen Stücken von Kincaids beiden Solo-Alben gab es natürlich reichlich Brandos-Material, wobei sich das Quartett hier einige der besten Songs herausgesucht hatte. Selten klangen “The Solution” und “Partners” besser! Am beeindruckendsten war wie so oft Kincaids herrliche Stimme, die klar im Mittelpunkt der Musik stand. Daß weite Strecken des Konzerts aus reinem Irish Folk bestanden störte zwar einige Fans, doch ich war begeistert. Leider war der Andrang bei der anschließenden Disco wesentlich größer als beim eigentlichen Konzert, was meine Freude über die wunderschöne Musik allerdings kein bißchen schmälern konnte.

Dave Kincaid (The Brandos) in Aschaffenburg (31. Januar 2004)

Taran, Reinhard Mey

Am Wochenende habe ich endlich die letzten beiden Taran-Bücher von Lloyd Alexander gelesen. Am Ende war ich ganz ergriffen. Bis zum letzten Satz hielt sich die Stimmung, was bei insgesamt 750 Seiten äußerst bemerkenswert ist.

Außerdem gibt es heute mal wieder ein paar Top5-Listen. Zuerst die (meiner Meinung nach) besten Lieder von Reinhard Mey:

  1. Es gibt keine Maikäfer mehr (live)
  2. Viertel vor sieben (live)
  3. Wie ein Baum, den man fällt (live)
  4. Das Narrenschiff
  5. Herbstgewitter über Dächern (live)

Und dann noch die besten Lieder von Reinhard Mey, die es nicht in die obige Liste geschafft haben:

  1. Mein Land (live)
  2. Bevor ich mit den Wölfen heule (live)
  3. Über den Wolken (live)
  4. Nein, meine Söhne geb’ ich nicht (live)
  5. Die Ballade vom Pfeifer (live)

Rock And Roll Music

Dick Brave & The Backbeats rocken!

Geschichtenerzähler

Letzten Montag habe ich jemandem die Geschichte von der Rückkehr des Königs erzählt. Die einzigen Hilfsmittel waren das Vorwissen aus den ersten beiden Filmen, sowie eine Karte von Mittelerde und 24 KinderRiegel-Sammelbildchen. Zwanzig Minuten lang folgte so jedem zweiten Satz entweder “Aber das kommt im Film gar nicht vor.” oder “Das ist im Film anders und dementsprechend nicht so toll wie im Buch.” Es war aber eine schöne Sache (zumindest für mich), da die Geschichte ja so unglaublich mächtig ist, und ich das noch nie gemacht habe. Und ich vermute, daß ich auch nie wieder die Gelegenheit haben werde, weil die meisten Leute ja entweder sich gar nicht für das Buch interessieren – möge ein grausamer Tod sie ereilen -, oder es bereits kennen, oder aber einen töten, wenn man das Ende erzählt, weil sie es noch nicht gelesen bzw. den (letzten) Film noch nicht gesehen haben.

Aus gegebenem Anlaß gibt es jetzt noch meine Top 5-Liste der peinlichsten CD-Singles in meiner Sammlung:

  1. Steve Young: Viva Mallorca
  2. The Kelly Family: Oh, It Hurts
  3. Britney Spears: From The Bottom Of My Broken Heart
  4. Blümchen: Heut’ ist mein Tag
  5. t.A.T.u.: Not Gonna Get Us

Zu dieser Liste muß ich anmerken, daß die Auswahl nicht zuletzt aufgrund der Bestürzung, die bestimmte Namen bei meinen Mitmenschen im Laufe der Zeit ausgelöst haben, stattfand. Zu meiner Verteidigung sei außerdem erwähnt, daß 1. und 3. mir ohne mein Zutun geschenkt wurden. Dergleichen würde ich niemals kaufen.

Die Welt hat sich weitergedreht.

Vor weniger als zwei Minuten habe ich “Wolfsmond” von Stephen King gelesen. Dabei hörte ich – wie könnte es anders sein – “Somewhere Far Beyond” von Blind Guardian. Das Buch bekam ich 2003 zu Weihnachten, die Musik genau 11 Jahre vorher. Ob Roland den Dunklen Turm je erreichen wird, werden zwar erst “Susannah” und der abschließende siebte Teil “Der Dunkle Turm” zeigen, die später dieses Jahr (zumindest auf englisch) erscheinen werden. Doch auch Teil Nr. 5 wußte zu gefallen. Es gab sehr viel Palaver, wobei natürlich (?) die Geschichte(n) von Jericho Hill mit am fesselndsten war(en).

Außerdem lese ich (neben 5 anderen Büchern) gerade noch “Die Macht der Meme” von Susan Blackmore, dessen erstes Kapitel bereits sehr zu begeistern weiß. Arg viel weiter bin ich noch nicht vorgedrungen, da die Geschichte des Revolvermanns aus Gilead doch eine gewisse Lesedynamik entwickelte.

Der Herr der Ringe im Kino

Nachdem ich vergangene Nacht alle drei Filme im Kino angeschaut habe, will ich an dieser Stelle eine kleine Top5-Liste der negativsten Punkte der “Herr der Ringe”-Verfilmung von Peter Jackson aufstellen:

  1. Das allerletzte Bündnis zwischen Elben und Menschen in Helms Klamm.
  2. Howard Shores 08/15-Soundtrack.
  3. Faramir bringt Frodo samt Ring nach Gondor.
  4. Kein (expliziter) Palantír in Minas Tirith.
  5. Nervende Zeitlupenszenen, v.a. am Ende.

Trotz dieser (und vieler anderer) Unzulänglichkeiten konnte aber der dritte Teil mehr noch als seine Vorgänger mit atemberaubenden Bildern überzeugen. Ich will gar nicht ins Detail gehen, denn dann würde ich noch an Weihnachten hier sitzen und tippen. Auf alle Fälle ist der Film sehenswert, solange man keine Angst vor Spinnen hat.

Schade, daß du gehen mußt

Nach einem langen, erfüllten Leben wurde heute Puschel eingeschläfert. Kais Kater hat mehr als nur einmal in den letzten zehn Jahren seine Pfotenspuren (und zuletzt auch seine Haare) in meinem Leben hinterlassen. Selber hatte ich nie ein Haustier, so daß Puschel wohl das Tier war, das ich am besten kannte und am meisten mochte. Und wer weiß, vielleicht habe ich von ihm auch ein bißchen Gelassenheit gelernt. Möge er in Frieden ruhen.

Puschel

Farben

Neulich (s)aß ich in der Mensa und wollte gegenüber einer weiblichen Person demonstrieren, daß ich zusätzlich zu den 16 Standardfarben, die ich als Mann wahrnehme, noch weitere Zwischentöne benennen kann. Ich zeigte auf den Teller und meinte: “Türkis.” Daraufhin sie: “Nein, das ist Mint!” Zu mehr als einem verzweifelten Lächeln war ich dann nicht mehr in der Lage.

Grabgeflüster

Am Dienstag sah ich Grabgeflüster. Die romantisch angehauchte Bestattungskomödie war wirklich hinreißend! Der Film fing gut an und wurde mit jeder Minute besser. Christopher Walken wirkte anfangs noch deplaziert, doch spätestens bei seiner zweiten Beerdigung rockte er das Haus bzw. die Kirche. Aber auch die HauptdarstellerInnen sowie natürlich die ausgeklügelte Handlung waren toll. Ich war begeistert!

Damals und heute

Wer mich kennt, der weiß, daß ich mit den letzten Alben der Toten Hosen so meine Probleme habe. Andererseits machten mich die Düsseldorfer damals (1989) mit ihrem “Liebeslied” überhaupt erst zum Musikliebhaber. An diese Stelle gehört jetzt eine Überleitung. Ich bewundere Reinhard Mey für seine Ehrlichkeit und Meinung und seine aufrüttelnden Lieder wie z.B. “Sei wachsam”.