Posted in Internet, Life, Movies, Music | January 9th, 2007 | Comments Off on Für eine bessere Welt
Mit diesem Update möchte ich meine Freude über CDBaby.com und dieses Richard Linklater-Interview bekunden. Der CD-Versandhandel ist mir seit einigen Jahren immer wieder eine Quelle für schöne Musik. Bemerkenswert ist, dass er ohne Microsoft auskommt und auch die großen Musikkonzerne außen vor lässt. Stattdessen gibt es tolle Musik von Richard Shindell, Pineforest Crunch, Van Canto, Reminder, The Amber Light, The Razorblades, Girlyman und vielen anderen großartigen Interpreten zu kaufen. Das Gespräch mit Linklater über seinen aktuellen Film Fast Food Nation ist eins von vielen, die allesamt sehr lesenwert sind. Der Filmemacher macht deutlich, dass es nicht damit getan ist, alle paar Jahre eine Partei zu wählen und ansonsten über den Zustand der Welt zu lamentieren. Vielmehr haben wir ständig die Wahl. Mit allem was wir tun, kaufen, machen, sagen bewirken wir etwas. Abhängig davon, woher der Strom in unseren Steckdosen, die Lebensmittel auf unseren Tellern kommen und die Musik in unseren CD-Spielern kommt, bestärken oder schwächen wir Atomkraft, Massentierhaltung und kreative Gleichförmigkeit. Ich für meinen Teil will 2007 mehr denn je versuchen, mit meinen Alltagshandlungen diese drei Beispiele zu schwächen.
Posted in Life | January 8th, 2007 | 1 Comment »
Den Namen Jutze habe ich seit meiner Schulzeit. Für die Mannschaftsspiele im Sportunterricht empfahl es sich, einen zweisilbigen Rufnamen zu haben. Einsilbige konnte man zu leicht mit Schmerzensschreien verwechseln, vielsilbige (wie Johannes) waren einfach zu lang. Man musste sich den Atem fürs Laufen sparen. Zu jener Zeit war ein gewisser Matthias Reim ganz groß und mit ihm der Rufname Matze für alle Matthiasse. Nicht, dass ich Reim-Fan gewesen wäre, nein, nein. Aber irgendwann ergab es sich, dass ich Jutze gerufen wurde. Da ich zuvor schon ein paar andere Rufnamen gehabt hatte, die ich weniger oder gar nicht leiden konnte, bestärkte ich den Gebrauch von Jutze aktiv. Immerhin klang er sehr ähnlich wie eins meiner Lieblingslieder (“The Ytse Jam” von Dream Theater)! Der Name hatte nicht nur den Vorteil der Zweisilbigkeit, sondern half auch in Situationen, in denen es mehr als einen Johannes gab. Deshalb habe ich auch in Konstanz alle Leute, die mich Jutze nannten, positiv in ihrem Verhalten verstärkt. Mit der Abkürzung JuZe (für Jugendzentrum) hat der Name nichts zu tun. In meiner Jugend kannte ich sie noch nicht einmal. (Jugenzentren in der Umgebung hatten jeweils eigene Namen, z.B. Villa Roller.)
Posted in Music | January 6th, 2007 | Comments Off on Fischen
Zu Weihnachten bekam ich Richard Shindell-CDs. Zuerst war “Somewhere Near Paterson” mein klarer Favorit. Alleine “Wisteria” ist solch ein zartes, wundervolles, melancholisches, melodisches Akustikstück, das es mich immer wieder verzaubert. Mittlerweile gefällt mir aber auch das Album “Blue Divide” ausgesprochen gut. Gegen Ende hin gibt es ein paar schwächere Nummern. Aber dafür ist mit “Fishing” ein ganz besonderer Song enthalten. Musikalisch ist er nicht unbedingt spektakulär. Natürlich klingt er gut und der warme Klang von Richards Stimme macht ihn auf alle Fälle hörenswert. Richtig fesselnd wird das Lied jedoch, wenn man auf den Text achtet. Ich neige dazu, ihn so zu interpretieren, dass bei einem Verhör die Seite am längeren Hebel erkennt, dass ein Mensch vor ihr sitzt, dessen Blut auch keine andere Farbe hat. Allerdings bin ich etwas unschlüssig, da es vor dem letzten (wohl aus der Gefangenenperspektive gesungenen) Refrain ums Anbeißen am Haken beim Fischen geht. Wäre es paranoid, dies im übertragenen Sinne zu verstehen, also so, dass der Verhörende sein Opfer mit dem Fischereigeplauder locken und fangen will? Der Optimist in mir sagt, dass diese Deutung falsch ist, dass es einfach eine weitere Verbalisierung von Gemeinsamkeiten ist. So oder so finde ich das Stück großartig, da es eindrücklich zeigt, wie Lieder – und deren Hörerschaft – von klugen, originellen Texten profitieren können.
Posted in Movies | January 4th, 2007 | Comments Off on Gedanken zu Clerks II
Nachdem ich ausgesprochen viel Gutes gelesen hatte (und Kevin Smiths “Vorbild” Richard Linklater es geschafft hatte, mit Before Sunset eine scheinbar unmögliche Fortsetzung genial zu inszenieren), war ich sehr gespannt auf Clerks II. Leider kann ich mich den Lobreden nicht anschließen. Ich verehre den ersten Teil und fand die Fortsetzung im direkten Vergleich sehr schwach. Natürlich gibt es sehr amüsante Szenen. Kevin Smith hat keinesfalls alles verlernt. Aber es ist, nun ja, bunt – nicht nur optisch. Der ganze Film ist stets ein Schritt zu weit im Lächerlichen. Statt den nervenden Kunden gibt es Elias; ansonsten ähnelt das Beziehungsgeflecht erschreckend dem ersten Teil. Überhaupt fällt es mir schwer Kevin Smiths Äußerungen nachvollziehen, dass es im wichtig gewesen wäre, einen eigenständigen Film zu machen. Sicher, “37!” und “Not even supposed to be here today” fehlen. Aber alle zwei Minuten gibt es Flashbacks, z.B. gleich am Anfang mit “Hey, what do you want?” (Randal zur Drive-in-Kundschaft) und ohne Kenntnisse des ersten Teils dürfte der Film sehr verwirrend wirken.
Die Geschichte spielt zehn Jahre später. Davon merkt man allerdings kaum etwas. Es könnten auch zwei Wochen oder zwanzig Jahre sein. Am Ende wird zwar auf Teufel komm raus versucht, eine Botschaft zu vermitteln. Symptomatisch für das Fehlen selbiger ist Silent Bobs erste Zeile, die an sich völlig überflüssig ist bzw. einfach nonverbal kommuniziert hätte werden können. Zum Glück sagt er wenigstens in den “Deleted Scenes” die schöne Zeile “These aren’t the droid you’re looking for.”
Clerks II ist für meinen Geschmack einfach ein mittelmäßiger (kein schlechter!) Film mit alten Bekannten. Ich mochte das Ende, konnte mit der eigentlichen Geschichte aber keine Freundschaft schließen. Willkürlich, unoriginell, harmlos wären passende Attribute. Einzelne Szenen wissen freilich zu begeistern. Als Liebhaber von Clerks bleibt bei mir jedoch ein fader Nachgeschmack.
Posted in Music | January 2nd, 2007 | Comments Off on Studiotagebuch (Teil 2)
Heute haben Basti und ich endlich unsere Aufnahmen fortgesetzt. Diesmal war ein Lied mit dem Arbeitstitel “Sam” an der Reihe. Es basiert auf einem etwas älteren Riff, den ich noch zu From Thy Ashes-Zeiten geschrieben hatte. Im Endeffekt ist es aber unser neuestes Stück. Es gibt noch keinen Gesang dazu, weshalb ich selbst ziemlich gespannt bin, wie es am Ende klingen wird. Basti wird sich in den nächsten Tagen um den Bass kümmern und seinen beiden Stücken (“The Fall of Man” und – Vorsicht Arbeitstitel! – “Carlos”) Gitarren hinzufügen.
Dass wir erst jetzt mit den Aufnahmen weitermachen, liegt daran, dass Basti am Ende des Jahres noch mit Subway to Sally auf Tour war (als Journalist) und ich an Silvester in Köln im Müngersdorfer Stadion Ärzte statt Böller erlebte! Hui hui hui!
Posted in Music | December 25th, 2006 | Comments Off on Studiotagebuch (Teil 1)
Heute haben mein Bruder Sebastian und ich mit den ersten Demoaufnahmen für unser neues Bandprojekt begonnen. Inspiriert von Bands wie At The Gates, In Flames und Edge of Sanity haben wir ein paar Death Metal-Lieder geschrieben. Heute haben wir die meiste Zeit an einem Song gearbeitet, der den Arbeitstitel “Nocturnal Rebirth” trägt. Es ist ein kurzer, schneller Track, der trotz einiger krummen Takte ziemlich geradlinig klingt. In den nächsten Tagen werden wir nicht nur weiter aufnehmen, sondern auch noch die endgültigen Texte verfassen. Thematisch werden sie sich alle mit Spielfilmen beschäftigen.
Momentan ist Basti mit Wäscheaufhängen beschäftigt und ich tippe diese Zeilen hier. Beim nächsten Update wird es dann Fotos und vielleicht sogar einen Bandnamen geben! Bis dahin, frohes Fest!
Posted in Movies, Music | December 20th, 2006 | Comments Off on Jahresrückblick 2006 in einer Nussschale
Es gab eine Reihe von schönen Alben, die 2006 veröffentlicht wurden. Meine drei Lieblingsscheiben sind
- Van Canto: A Storm to Come
- Eventide: Diaries from the Gallows
- The Brandos: Over the Border
Das Brandos-Album hat zwar einige schwache Songs an Bord, aber nach der jahrelangen Warterei bin ich glücklich, dass die Band überhaupt noch mal eine CD rausgebracht hat. Der Titelsong und “Walking Home” können dafür voll und ganz überzeugen, so dass es immerhin noch zu einem dritten Platz reicht. Davor rangieren Eventide, deren Debüt von vorne bis hinten Weltspitzenklasse ist, sowie Van Canto, von denen ich im letzten Update bereits geschwärmt habe.
Bei den Filmen, die 2006 rauskamen, fällt eine Auflistung schon schwieriger. Auch nach langem Grübeln kann ich mich beim besten Willen nicht auf eine Reihenfolge festlegen.
Posted in Music | December 15th, 2006 | 1 Comment »
Das beste Album des Jahres 2006 stammt von Van Canto und heißt “A Storm To Come”. Die Musik ist schlichtweg genial! Schaut Euch am besten völligst unvoreingenommen den Video-Clip bei YouTube.com an. Was ich von der Musik halte (und wie sie ungefähr klingt), kann auf Vampster nachgelesen werden. Wahoo!
Posted in Music | December 8th, 2006 | 1 Comment »
Posted in Movies | December 5th, 2006 | Comments Off on Liebe, Tod und Humor
Aus diesen Zutaten entstand der Film Wer früher stirbt, ist länger tot. Ich sah ihn gestern im Kino und habe herzhaft und andauernd gelacht. Wer meinen (bisweilen schwarzen) Sinn für Humor teilt, möge dies bitte als Empfehlung ansehen. Der Name ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, bewahrt jedoch vor falschen Vorstellungen.