{"id":68,"date":"2004-03-08T12:00:23","date_gmt":"2004-03-08T11:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jutze.com\/?p=68"},"modified":"2004-03-08T12:00:23","modified_gmt":"2004-03-08T11:00:23","slug":"es-war-einmal-in-der-uni-bib","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jutze.com\/?p=68","title":{"rendered":"Es war einmal in der Uni-Bib&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin gerne in der <a target=\"_blank\" title=\"Universit\u00c3\u00a4tsbibliothek Konstanz\" href=\"http:\/\/www.ub.uni-konstanz.de\/\">Konstanzer Uni-Bib<\/a>. Solange man nicht vollkommen auf ein bestimmtes Thema fixiert ist (z.B. das linke Augenlid des Krokodils), kann man darin problemlos zwei, drei Jahre bleiben, ohne dass es einem langweilig wird. Nat\u00c3\u00bcrlich sollte daf\u00c3\u00bcr nicht nur die F\u00c3\u00a4higkeit zu lesen da sein, sondern es sollte einem schon Freude bereiten, in B\u00c3\u00bcchern zu st\u00c3\u00b6bern, an ihnen zu riechen und sie bei besonders spannenden, am\u00c3\u00bcsanten, einsichtsreichen Stellen mit verkrampften H\u00c3\u00a4nden festzuhalten, als w\u00c3\u00a4re das eigene Leben daran gebunden.<\/p>\n<p>Ich war heute dort und habe auch prompt wieder mehr B\u00c3\u00bccher ausgeliehen, als ich eigentlich geplant hatte. An dieser Stelle sei bemerkt, da\u00c3\u0178 ich dazu \u00c3\u00bcbergangen bin, mehrere B\u00c3\u00bccher parallel zu lesen. Besonders wenn die einzelnen B\u00c3\u00bccher wenig miteinander zu tun haben, funktioniert das sehr gut. Bei inhaltlich verwandten B\u00c3\u00bcchern wird es schwieriger, obwohl hier der Trick hilft, das eine Buch auf deutsch und das andere auf englisch zu lesen. Bevor ich fortfahre, will ich allerdings jegliche Schuld f\u00c3\u00bcr etwaige Verwirrungen, die dieses Update mit seinen unz\u00c3\u00a4hligen Einsch\u00c3\u00bcben schaffen k\u00c3\u00b6nnte, von mir weisen!<\/p>\n<p>Es gibt also immer wieder B\u00c3\u00bccher, die ich nicht von vorne bis hinten durchlese. Bei manchen lasse ich einfach Teile aus bzw. picke lediglich die (in meinen Augen) relevanten\/interessanten Abschnitte heraus. Das geht nat\u00c3\u00bcrlich nicht bei allen B\u00c3\u00bcchern (gut). Dagegen funktioniert diese Lesemethode bei einem der B\u00c3\u00bccher, die ich heute ausgeliehen habe, einwandfrei. Das Buch ist von Richard P. Feynman und hei\u00c3\u0178t &#8220;Surely You&#8217;re Joking, Mr. Feynman!&#8221;. Hobby- wie Profi-Physiker bekommen beim Namen des Autors vielleicht feuchte H\u00c3\u00a4nde. Mir sagte er bis gestern nichts. Aufmerksam wurde ich auf eines seiner B\u00c3\u00bccher (&#8220;QED &#8211; Die seltsame Theorie des Lichts und der Materie&#8221;, das ich als in st\u00c3\u00a4ndiger Angst vor chemischen Anschl\u00c3\u00a4gen lebender Nicht-Physiker auch gleich mitgenommen habe), als ich die <a target=\"_blank\" title=\"Jens Johanssons Homepage\" href=\"http:\/\/www.panix.com\/%7Ejens\/\">Homepage von Jens Johansson<\/a> durchst\u00c3\u00b6berte. Die Homepage verdient an sich ein eigenes Update, das sich allerdings dadurch er\u00c3\u00bcbrigt, da\u00c3\u0178 jeder die Seite selbst anschauen und sich ein eigenes Urteil bilden kann, wodurch ein Update redundant wird. Ich m\u00c3\u00b6chte nur kurz erw\u00c3\u00a4hnt haben, da\u00c3\u0178 die Seiten rocken und ich schon lange keine derartig unterhaltsame virtuelle Entdeckung gemacht habe.<\/p>\n<p>Doch weg von Stratovarius-Keyboardern und Quantenelektrodynamik und zur\u00c3\u00bcck zu meiner Vorliebe f\u00c3\u00bcr B\u00c3\u00bccher, in denen man zwischendurch mal ein bi\u00c3\u0178chen lesen kann. Leider will mir keine pr\u00c3\u00a4gnantere Bezeichnung daf\u00c3\u00bcr einfallen. Es d\u00c3\u00bcrfte aber klar sein, da\u00c3\u0178 damit nicht &#8220;Der Herr der Ringe&#8221; (J.R.R. Tolkien) oder &#8220;Patterns of Democracy&#8221; (Arend Lijphart) gemeint sind. Bei &#8220;Statistik programmiert&#8221; (Celeste McCollough \/ Loche van Atta) steht am\u00c3\u00bcsanterweise in der Einleitung, da\u00c3\u0178 man sich nicht l\u00c3\u00a4nger als 30 Minuten am St\u00c3\u00bcck mit der Materie besch\u00c3\u00a4ftigen sollte. Nat\u00c3\u00bcrlich sind die einzelnen Abschnitte (gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178tenteils) nicht unabh\u00c3\u00a4ngig voneinander. Ich will an dieser Stelle aber nicht genauer auf den Aufbau des Buchs eingehen &#8211; wer sich daf\u00c3\u00bcr (d.h. den strukturellen Aufbau) interessiert, der findet mehrere Exemplare in der Lehrbuchsammlung der oben erw\u00c3\u00a4hnten Uni-Bib) -, sondern auf &#8220;Surely You&#8217;re Joking, Mr. Feynman!&#8221; zur\u00c3\u00bcckkommen. Der Autor erz\u00c3\u00a4hlt darin jede Menge (wahrer) Geschichten aus seinem bewegten Leben. Obgleich es eine chronologische Ordnung gibt, sind die einzelnen Abschnitte in sich abgeschlossen. Somit eignet sich auch dieses Buch besonders zur \u00c3\u0153berbr\u00c3\u00bcckung von Wartezeiten. Doch nicht nur auf die Form kommt es an. Denn noch immer spielt der Inhalt eine wichtige Rolle. (Wer meint, er w\u00c3\u00bcrde eine entscheidende Rolle spielen, sollte mal einen Blick in &#8220;House of Leaves&#8221; von Mark Danielewski werfen, das nebenbei bemerkt ebenfalls in der Uni-Bib KN vorhanden ist.) In diesem Fall hat er weniger mit Physik zu tun. Obwohl der Aufbau einzelne, kurze Lesephasen erlaubt, habe ich am heutigen Nachmittag bereits das halbe Buch gelesen; nat\u00c3\u00bcrlich nicht von Anfang an, sondern jeweils eine recht willk\u00c3\u00bcrlich gew\u00c3\u00a4hlte Einzelgeschichte. Allen, die das hier lesen, kann ich das Buch jedenfalls empfehlen.<\/p>\n<p>Wenngleich mir die Idee zwar gut gef\u00c3\u00a4llt, werde ich selbst allerdings in absehbarer Zeit nichts schreiben, das \u00c3\u00a4hnlich autobiographische Z\u00c3\u00bcge aufweist. Stattdessen sind folgende Dinge geplant: Uni, Musik, Praktikum, fiktive Literatur und W\u00c3\u00a4sche waschen.<\/p>\n<p>Sonstige Nachrichten: Im Rahmen der in diesem Update beschriebenen Handlungen war ich u.a. in der N-Bib, wo ich doch glatt einen neuen Raum entdeckte (vgl. &#8220;House of Leaves&#8221;), namentlich den mit den Physik-Monographien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin gerne in der Konstanzer Uni-Bib. Solange man nicht vollkommen auf ein bestimmtes Thema fixiert ist (z.B. das linke Augenlid des Krokodils), kann man darin problemlos zwei, drei Jahre bleiben, ohne dass es einem langweilig wird. 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