Archive for the ‘Internet’ Category.

Practical tips for statisticians (part 9): Blogroll

Here’s a short list of blogs featuring statistical content. It’s basically the bookmarks I keep in my browser under “funny, thoughtful, helpful, interesting”. I enjoy reading them even when I’m not looking for a particular solution or inspiration.

Adventszeit ist Blogzeit

Für die nächsten 24 Tage werde ich diese Seite in einen Adventskalender verwandeln. Es wird täglich Einträge geben, jeweils mit einem Link zu Vampster, wo ich parallel täglich schreibe (i.d.R. CD-Kritiken). Wer noch musikalische Geschenkideen sucht, wird hier vielleicht fündig, da ich noch eine sehr bunte Mischung hier zum Besprechen herumliegen habe (Prog, Punk, Weihnachtliches und eben Heavy Metal).

Aktuell gibt es eine neue Runde im Song Fu-Songwriting-Wettbewerb. Manticess (also Susanne und ich) sind wieder mit dabei, auch wenn die Deadline – und damit die Aufnahme – direkt in die Erkältungszeit fiel. Immerhin hat das Lied (1998) nun einen Charme, wie man ihn von Manticess bislang noch nicht kannte. Ach, was fasele ich: Anhören! (Ja, am besten alle!) Abstimmen! Bitte. Danke.

Wer lieber professionellen Progressive Rock mit schönem Gesang und  einer wirren Konzeptstory mag, sei auf das Album “Realm of Shadows” von Knights Realm (Vampster-Review) hingewiesen.

Ist Schweigen Gold?

Leider weiß ich nicht mehr, wer einst meinte, es sei unmöglich, einen YouTube-Kommentar zu schreiben, den man klar als gewollt sinnlos/dämlich/ironisch erkennt. Es scheint mir aber ein Gesetz des Internets zu sein. (Und wie ich vorgestern mal wieder feststellen durfte, ist es unmöglich, sich als Natalie Portman-Fan zu outen, ohne dass einen andere (normale) Leute für bekloppt halten.)

Es gibt einige Blogs, die ich gerne lese. Die meisten davon werden leider nur selten oder überhaupt nicht mehr aktualisiert. Ein paar würde ich gerne hin und wieder kommentieren, komme aber irgendwie nicht mit der Technik des Blogger-CAPTCHA klar. (Ja, in Wirklichkeit bestehe ich nur aus Zahlen und Schaltkreisen.)

Ein paar andere sind so einladend geschrieben, dass ich nur schwer widerstehen kann, meinen Senf dazuzugeben. Doch wenn ich mir die Kommentare der anderen Leute dort anschaue, will ich nicht dazugehören. Tief in mir drin halte ich mich für besser, toller, klüger, worgewandter und schöner. Wer tut das nicht? Tatsächlich besteht meine Ãœberlegenheit (bzw. Ãœberheblichkeit) zu einem gewissen Teil aus fremden Federn, mit denen man im flüchtigen Echtleben viel problemloser Schmücken kann. “Wirtschaftswissenschaftler haben neun der letzten fünf Rezessionen erfolgreich vorhergesagt!” Das ist ein toller Witz, der natürlich nicht von mir stammt. Ich habe ihn irgendwann in einer Facebook-Gruppe aufgeschnappt. Von wem er ursprünglich kommt, wusste vermutlich nicht mal der Mensch, von dem die Person, die den Spruch gepostet hat, ihn kopiert hatte. Doch selbst wenn ich originelle Sachen schreiben will, schreckt mich die Belanglosigkeit der anderen ab. Ich will lieber im Dunkeln stehen, als in schlechtem Licht erscheinen. Zumindest in diesem Fall; denn eigentlich müsste man sich ja der Gefahr aussetzen, um darin umzukommen.

Dieser Beitrag ist natürlich nur dazu da, dem spärlichen Kommentaraufkommen auf meiner eigenen Seite etwas Gutes abzugewinnen. Wo kämen wir denn hin, wenn jetzt bei einem Eintrag wie diesem, jemand sofort ohne näher erkennbare Motivation als Kommentar den Wikipedia-Link zum Titel gebenden Sprichwort posten würde?

Feedback Webmailer 2.0

As you might defer from the administrative details of this homepage I am a costumer of 1&1 (which is a member of united internet). Yesterday evening, they upgraded their webmailer. The first odd thing is that it’s the second upgrade while I’m using it; still, they call it Webmailer 2.0. Similar logic was probably applied while creating the new, allegedly improved webmail interface. In a vain attempt to turn it into a web-based MS Outlook, they managed to slow it down. The new layout clutters the screen with windows, leaving only tiny frames for the actual emails when you’re using a somewhat small screen resolution. (800×600 in my case.) Of course, I didn’t expect them to make the webmailer better. Of course, I wrote them a message. Of course, they responded with a form email. Surprisingly, it contained useful information, i.e., it’s still possible to switch your accounts back to the old webmailer via the admin configuration; a fact that could have been included in the actual welcome mail. Of course, I proceeded to switch back. A feedback form appeared half way through. So I wrote the following message. (I don’t know why I wrote all this in English whereas the feedback is naturally in German. Yet another of life’s mysteries.) It’s just one example of what in German is called “Verschlimmbesserung” (making things worse while trying to improve them); I could write similar things about most message boards, MS Office 2007 and even WordPress.

Das Produkt reift beim Kunden, jaja. Der Webmailer 2.0 sollte ein grünes Layout haben, damit es schön ins Auge sticht. Das Blau ist noch viel zu subtil. Und dass man kontraintuitiv zu Weblinks (und dem alten Webmailer) doppelt zum Mail-Öffnen klicken muss, sollte auf alle 1und1-Links übertragen werden. Wenn schon einheitlich, dann richtig! Nachdem die vollkommen überflüssige Funktion/Pfeillinkfläche “nächste/vorherige E-Mail” bei der E-Mail-Ansicht eingespart wurde, würde ich mir wünschen, dass “E-Mail löschen” und “E-Mail beantworten” auch noch wegfallen. Braucht doch kein Mensch. Auch beim Gesamtaufbau bleiben dem User viel zu viele Möglichkeiten. Ein paar Leute sollen sogar schon herausgefunden haben, wie man den Kalender von der Startseite entfernt. Zum Glück wurde immerhin am Erfolgsrezept festgehalten, den User nach dem Ausloggen mit Werbung zu überschütten. Sonst hätte ich mir schon wirklich ernsthafte Wechselgedanken gemacht.

Update: Spitze, ungefragt wurde bei der Umstellung das Verzeichnis mit den gesendeten E-Mails gelöscht. Endlich wieder Platz! Was interessiert mich schon, was ich das letzte Jahr über geschrieben habe?

Und noch ein Update: Und siehe da, es ward ein Verzeichnis “Gesendete Objekte” zusätzlich zum Verzeichnis “Gesendet”. Tzehe.

Und alle so: “Yeaahh!” – information for English speaking people

This picture of an election poster in Hamburg started a chain of unexpected events, culminating in a nice flash mob at a CDU campaign rally last Friday. Although some details are difficult to translate into English, I’d like to give readers who don’t understand German an idea what it is all about.

The election poster announces: “The chancellor is coming” and someone added the line: “and Everybody goes like: ‘Yeaahh!’” The graffiti statement alone is funny and subversive in its simplicity. (That’s at least what I think.) Soon, the picture spread through the internet, eliciting laughter and joy among many who are unhappy with Angela Merkel‘s policy. Eventually, the idea was born to have a flash mob calling “Yeaahh!” after each sentence of Merkel’s speech at the rally that was announced on the poster. (NB: Bundestag elections will be held in Germany next Sunday.) And sure enough, a group of people gathered and exclaimed “Yeaahh!” passionately after each sentence of Chancellor Merkel’s speech. The slogan written on the poster might need the German language to function properly. But the effect of unconditional, euphoric affirmation after each and every sentence is a great subversive way to underline the dullness of both the speaker and the content of the speech. Naturally, Merkel went through with her speech. Footage of the event can be found on YouTube.

P.S.: Funnily, the word “alle” should begin with a lowercase letter. I know I’m nitpicking, but maybe this tells you something about the investments the future government should make to provide better education.

Warum Twitter toll ist

Alleine schon @badbanana ist es wert, sich bei Twitter einzuklinken. Sehr, sehr, sehr unterhaltsam, finde ich. Und man kann auch ein bisschen Gottes Gedanken lesen. Auch musikalisch hat Twitter etwas zu bieten. Klar, es wird z.B. dem Sacred Metal-Board in Sachen 80er-US-Metal keine Konkurrenz machen. Aber es gibt Unterhaltsames zu Yes, Doro, Green Day, Mike Oldfield, Coldplay, den Eagles usw.

Reizvoll sind neben dem reinen Passivkonsum die Interaktionsmöglichkeiten und die Vernetzungspfade, durch die man leicht über den Tellerrand schauen kann. Im Gegensatz zu sonstigen Web 2.0-Geschichten ist es einfacher auf andere Leute aufmerksam zu werden und ihnen zu “folgen”, ohne sich gleich wie der allergrößte Stalker zu fühlen. Man kann was über Frauen lernen. Man kann auch erfahren, mit wem man zusammen im Zug sitzt. Gleichzeitig verhindert das 140-Zeichen-Limit, dass man in Wortfluten ertrinkt; Twitter schont die Aufmerksamkeitsressourcen. Das ist besonders für Leute praktisch wie Politiker und eben auch Musiker. Sie brauchen nicht endlose Board-Kommentare durchlesen, sondern bekommen mit wenig Aufwand Rückmeldung von verhältnismäßig vielen Leuten – und können bei Interesse einfach kurz über @-replies antworten. Klar, von der Gesamtbevölkerung ist es nur ein Bruchteil, den man erreicht bzw. von dem man hört/liest. Aber es ist besser als nichts bzw. immer nur den Chor der Gläubigen zu hören. Und ich hätte nicht gedacht, dass Per Gessle einmal meint, ich sollte sein Manager sein.

Und deshalb halte ich (@schult) Twitter für eine tolle Ergänzung der Real- und Virtuellwelt.

Twitter is the perfect way for celebrities to get tabloid reporters and paparazzi to leave them alone. They can cut out the middlemen and broadcast to all their fans about how runny their oatmeal was this morning. (Mark Gordon)

Partei gesucht

Gibt es eigentlich auch eine Partei, die sich dafür einsetzt, dass Blind Guardian ab sofort wieder gute Musik schreiben und endlich mal eine informative Homepage mit übersichtlichem Layout bekommen?

Beständige Neugier

Dank des Internets hat man es heute einfacher, seinen Wissensdurst zu befriedigen. Als ich vor vielen Jahren in der Schule ein Referat über Quastenflosser halten sollte, war die Recherche mühsam und nicht sehr ergiebig. Seit kleinauf hatte ich viel Zeit in der Stadtbücherei verbracht. Sachbücher über Quastenflosser waren aber rar. Außerdem hatte ich von Literaturrecherche noch herzlich wenig Ahnung, so dass ich am Ende einen bestenfalls mittelmäßigen Vortrag hielt. Ich hatte aber trotzdem einen ersten Schritt getan hin zur selbstständigen Informationsbeschaffung.

Nicht zuletzt durch Wikipedia ist jede Menge Wissen nur wenige Klicks weit weg. Außer einem Internetzugang braucht es aber eben auch die Fähigkeit, Informationen zu suchen, zu filtern und zu verdauen. Von meinem damaligen Referat weiß ich nahezu nichts mehr. Ich weiß inzwischen aber, wie man mit einem Bibliothekskatalog umgeht, wie man einen Index benutzt und wie man die Glaubwürdigkeit von Quellen beurteilen kann. So etwas lernt man insbesondere durch Schulaufgaben wie eben Quastenflosser-Referate.

Es braucht aber noch mehr als Möglichkeit und Fähigkeit: Es braucht Neugier. Was bringen die größten Enzyklopädien, wenn man sich lediglich für das Fernsehprogramm des heutigen Abends interessiert? Was bringt eine schnelle Auffassungsgabe, wenn man lieber in einem Computerspiel Zombies niedermetzelt? Es braucht Neugier!

Aber wie kann man Leute dazu bringen, dass sie auf ihr eigenes Unwissen nicht immer nur mit einem Schulterzucken reagieren? Wie kann man Leute dafür begeistern, nach dem Warum zu fragen? Es hilft sicher, wenn man in jungen Jahren im Fernsehen Löwenzahn und Die Sendung mit der Maus anschaut, statt immer nur Sportschau und Knight Rider. Natürlich beginnt es aber schon früher. Zum Leidwesen aller Eltern neigen kleine Kinder dazu, das Unbekannte erforschen zu wollen. Dieser Drang hilft beim Überleben, weil man dabei lernt und später seiner Umwelt nicht unwissend und somit hilflos ausgeliefert ist.

Wenn man dann irgendwann an den Punkt kommt, an dem klar wird, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, geraten auch andere Ansichten ins Wanken. Man so leicht nihilistisch werden, aber ich halte eine beständige Neugier (wie es im xkcd-Comic so schön dargestellt wird) für viel schöner. Oft ist es auch überraschend und lustig, wenn man diffuses Halbwissen näher beleuchtet und Fragen wie “Wie viele Castor-Behälter befinden sich in Gorleben im Salzstock?” oder “Ist die FDP für eine Freigabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken?” nachspürt.

Song Fu Recap and Death Metal Outlook

A little while ago I contributed some backing vocals to the song “Big Red Nose” by Mick Bordet. Please check out his Song Fu page for the song and further information on the why and when. There you can also find the detailed results of the first three rounds of Song Fu #3. I ended up 8th, which isn’t that bad at all, I think. Thanks for voting! It’s now up to Molly to defeat Paul and Storm. (Or for the latter to show that all the food and touring didn’t hamper their creative juices.)

If you haven’t check out the most recent round, I urge you to rectify this at once. I highly recommend the entries by Edric Haleen, Mike Lombardo, Molly Lewis, and Hank Green. They all make sense at the end, I promise!

In terms of non-Fu music news, the death metal my brother and I have been working on is close to being released. A homepage and demo songs are scheduled for early May.

It All Makes Sense At The End

This is an attempt to play true, slow metal with soaring vocals and a guitar solo. Not that I’m a good singer or guitarist. Although I used the song for the April Fools’ Day at Vampster.com, it was originally written for the 3rd round of Song Fu #3 at QuickStopEntertainment.com. Still, the video hopefully augments the message and, well, the recipe. So please consider going there and voting for me/my song if you’re into metal or just enjoyed the video.

Download the song: mp3 (more music)

Seek the mother of a calf
And steal some of her milk
Take two cups and a half
Make sure they are filled
Take the feathered’s unborn
And crack open their shell
Take all that’s inside
And pour it into the cauldron
Pour it into the cauldron
Pour it into the cauldron

Seek the wheat in the valley
Defying the wind alone
Cut it down without mercy
And grind it with a stone
Separate it from the chaff
Obtain a snow-white powder
Take enough to fill two cups
And pour it into the cauldron
Pour it into the cauldron
Pour it into the cauldron

Stir it! Stir it! Stir it! Stir it!

Now take some of the thick mass and some oil
And pour it into the frying pan
Into the frying pan
Heat up the frying pan
Heat up the frying pan
Devour them all
Satanic pancakes

(words and music by Johannes Schult)